Anja Altena


CRANIOMANDIBULÄRE DYSFUNKTIONEN (CMD) oder Kiefergelenksschmerzen lösen durch OSTEOPATHIE

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 CRANIOMANDIBULÄRE  DYSFUNKTIONEN (CMD) oder Kiefergelenksschmerzen lösen durch OSTEOPATHIE

Bei Craniomandibulären Dysfunktionen handelt es sich zusammenfassend um Funktionsstörungen, die von dem Kiefer und den Zähnen ausgehen können, gleichzeitig aber auch als Folge von Blockaden im Körper betrachtet werden müssen.

Zum tieferen Verständnis ist die Anatomie des Schädels hilfreich. Das Wort Cranium  beschreibt unseren Hirnschädel  mit all seinen einzelnen Schädelknochen. Einer davon ist das Os Temporale oder Schläfenbein. Es bildet zusammen mit der Mandibula, dem Unterkiefer, das Kiefergelenk.

Das Kiefergelenk besteht aus drei anatomischen Strukturen: dem Kiefergelenksköpfchen des Unterkiefers, der Gelenkpfanne im Schläfenbein und der dazwischen liegenden Gelenkscheibe, dem Discus artikularis.

Ein komplexes Doppelgelenk liegt in dem Kiefergelenk vor, da es paarig angelegt ist, jedoch nur über einen einzigen Knochen, nämlich der  Mandibula fest verbunden ist und daher nur zusammen funktionieren kann. Hinzu kommt noch eine kombinierte Dreh- und Gleitbewegung bei der Kieferöffnung. Entscheidend für einen lautlosen Bewegungsablauf ist, dass der Discus zwischen den  beiden knöchernen Strukturen liegt.

Ist ein Knacken bei der Mundöffnung zu hören, springt der Discus erst in diese Position, da er im Ruhezustand nicht richtig in der Gelenkpfanne liegt. Lässt sich der Mund kaum mehr öffnen, springt der Discus nicht mehr in die Gelenkpfanne zurück und blockiert somit die weiterlaufende Bewegung der Mundöffnung.

Doch warum kommt es zu einer Verschiebung des Discus aus der Gelenkpfanne oder einem angespannten Kauapparat?

Aus osteopathischer Sicht können die Ursachen für Craniomandibuläre Dysfunktionen vielseitig sein.

Es gilt, den Bewegungsapparat auf seine Symmetrie hin zu untersuchen und  Abweichungen oder Ausweichbewegungen wahrzunehmen. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Spannungszustand von Muskel- und Bindegewebe in Verbindung mit dem dazugehörigen Nervensystem. Über das dreidimensionale Fasziensystem in unserem Körper lassen sich Blockaden auf Ihre Lokalität hin aufspüren. Der Ansatzpunkt für die Osteopathie.

Mit zu berücksichtigen sind zudem seelische Belastungen im Alltag, die Patienten oft die Zähne zusammenbeißen lassen.

Erleichternd kann in diesem Fall sein, im Sitzen bei leicht geöffnetem Mund die Fingerspitzen unterhalb des Kiefergelenks anzulegen und nur über das Gewicht der Unterarme einen gleichmäßigen Zug darauf auszuüben. Diesen Zug so lange zulassen bis Entlastung wahrnehmbar ist. Mehrmals am Tag durchführen, wenigstens einmal am Abend. Anschließend den Kiefer noch mehrmals leicht auf und zu bewegen.


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