Trisomie 21

Trisomie 21

Säuglinge und Kinder mit Trisomie 21 haben eine verkleinerte Schädelform mit weniger Hirnwindungen und kleineren Hirnarealen. Ein veränderter Proteinspiegel im Blut beeinflusst zudem das Immunsystem dysfunktional. Dies beeinträchtigt die Entwicklung von Organen und des Gehirns nach dem ureigenen menschlichen Bauplan und führt zu einer erhöhten Anfälligkeit für bestimmte Krankheitsbilder.

Osteopathie

Der osteopathische Ansatz bei Trisomie 21 liegt darin, die einzelnen Entwicklungsschritte nach dem menschlichen Bauplan in den vorgegebenen Zeitabschnitten über die Hirnareale zu stimulieren sowie knöcherne, muskuläre und fasziale Strukturen zu mobilisieren. So entsteht mehr Raum für die Entwicklung der Sinne wie Sehen, Hören, Sprechen, Riechen und Fühlen. Hier spielt auch das Hormonsystem mit hinein, da es sehr viele Prozesse mitsteuert - sei es das Wachstum, den Stoffwechsel, die Verdauung, den Schlaf, das Sozialverhalten und die eigene Persönlichkeitswahrnehmung.

Ziel ist, Säuglinge und Kinder mit Trisomie 21 so zu unterstützen, dass sie im Alltag immer eigenständiger werden und sich besser integrieren können. Dies erfordert allerdings regelmäßige osteopathische Behandlungen in Abstimmung auf die jeweiligen Entwicklungsphasen.

Behandlungsfokus

Sanfte osteopathischen Techniken mobilisieren und aktivieren bestimmte körperliche Strukturen und Systeme:

  • Hirnhäute
  • Blut-, Lymph- und Energiefluss im Gehirn
  • Augenmuskeln mit Augenhöhle
  • Gesichtsschädel mit Ober- und Unterkiefer
  • Kiefermuskeln
  • Halsfaszien
  • Zungen – und Kehlkopfbereich
  • Herz, Lunge , Niere
  • Verdauungsorgane
  • Stoffwechsel mit Leber und Dünndarm
  • Becken- und Fußknochen

Durch meine Mitarbeit in dem osteopathischen Kinderzentrum FILUMI in Oberfranken, stehe ich im regen Austausch mit KollegInnen und mit meinem Lehrer Norbert Neumann.

IN LIEBE ANNEHMEN – POTENTIALE AKTIVIEREN – GESELLSCHAFTLICHE INTEGRATION ERMÖGLICHEN